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Bundesregierung plant neue Gesetze für Hauskredite

Verbraucher sollen bei ihren Krediten und Dispozinsen besser geschützt werden.

Quelle: Fotolia: 21460294 | Urheber: Benshot
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Bereits im Jahr 2016 hatte die Bundesregierung hierzu mehrere Nachbesserungen bei Gesetzen eingeführt, nun bessert man noch einmal nach. Zur strengeren Prüfung der Bonität von Kreditnehmern vor der Bewilligung eines Immobilienkredits werden weitere Maßnahmen eingeführt, welche Verbraucher schützen sollen.

Prüfung der Kreditnehmer ist gesetzlich verpflichtet

Bei der Aufnahme eines größeren Kredits, beispielsweise eines Baukredits, müssen Verbraucher erhebliche finanzielle Risiken tragen. Diese können Zwangsvollstreckungen oder Privatinsolvenzen umfassen. Um Verbraucher vor diesen Risiken zu schützen, sieht die Bundesregierung in einer Gesetzesnovelle eine noch bessere Prüfung der Kreditwürdigkeit von potentiellen Kreditnehmern von ihrer zuständigen Bank vor. Zudem sollen Kunden jederzeit einen Kreditvertrag kündigen können, wenn ihr Darlehensgeber gegen die Pflicht dieser genauen Überprüfung verstoßen hat.

Ein Kreditgeber ist verpflichtet, die finanzielle Situation seiner Kunden genau zu überprüfen, bevor er eine Bewilligung zu einem Immobilienkredit erteilt. Hierfür muss er beispielsweise auch die Höhe des monatlichen Budgets mit seinem Kunden besprechen und generell seine Kreditwürdigkeit und seine aus dem Vertrag resultierenden finanziellen Verpflichtungen mit dessen Lebenssituation in Einklang bringen.

Wertsteigerung von Immobilien darf berücksichtigt werden

Bereits am 21. Dezember 2016 wurden diese ebenfalls noch sehr aktuellen Vorschriften zur Vergabe von Darlehen für Wohnimmobilien durch einen Kabinettsbeschluss erweitert. In Zukunft darf bei der Kreditvergabe die Wertsteigerung einer Immobilie aufgrund von Renovierungen und Sanierungen berücksichtigt werden.

Zudem sollen diese gesetzlichen Vorgaben zur Prüfung der Kreditwürdigkeit nicht auf die sogenannten „Immobilienverzehrkredite“ angewendet werden sollen. Was ist ein Immobilienverzehrkredit? Hierbei wird ein Eigenheim an die Bank verkauft, die lebenslanges Wohnrecht in der Immobilie gewährt und zudem eine Gebühr dafür an den Verkäufer sein ganzes Leben lang bezahlt. Die Gesetzesänderung soll somit die auch ältere Menschen, die noch einen Kredit erhalten wollen, vor unlauteren Geschäftspraktiken schützen.

Durch das weitestgehende Verbot von sogenannten Kopplungsgeschäften - bei denen ein Darlehen mit einem anderen Finanzprodukt verbunden wird, also beispielsweise mit Versicherungen oder Sparkonten - sollen Verbraucher ebenfalls besser als bisher geschützt werden.

EU-weit einheitliche Berechnung des effektiven Jahreszins

Die Berechnung des effektiven Jahreszinses unterliegt ab sofort auch einigen Vorgaben, damit diese Wert auch EU-weit vergleichbar sind und damit ein Verbraucher auch über alle anfallenden Kosten bezüglich seines Kredits von Anfang an informiert ist. So sollen auch Vermittlungskosten für den Kredit in den effektiven Jahreszins einbezogen werden.

Vorschriften gelten nicht für alle Kredite

Kredite von Privat sind von diesen Gesetzesänderungen weitestgehend ausgenommen, da - wie die giromatch Erfahrungen zeigen - hier eine maximale Kreditsumme von 25.000 Euro bewilligt wird. Die neuen Gesetze der Bundesregierung beziehen sich vorrangig auf Baukredite. Allerdings werden die Verbraucherrechte auch bei Null-Prozent-Krediten erweitert. Ab sofort gilt hier anders als bislang ein Widerrufsrecht für die Verbraucher. Zudem sollen bei hohen Dispozinsen, die ein Verbraucher dauerhaft oder erheblich überzieht, zusätzliche Beratungsangebote der Kreditinstitute stattfinden, um einem Verbraucher in einem persönlichen oder telefonischen Gespräch bei den Optionen, die ihm die Tilgung des Kredits erleichtern werden, behilflich zu sein.


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